ZIAN – I am Sorry

KW 40 | 28. September - 4. Oktober 2026
Foto: ZIAN (Pressebild by Lukas Maeder)

Mit «I Am Sorry» meldet sich ZIAN mit einem Song zurück, der von spätem Verstehen, unausgesprochenen Erwartungen und dem Mut erzählt, sich davon zu lösen. Die Single knüpft an «How To Heal» an, seine Zusammenarbeit mit Stress, in der es um Schmerz, Heilung und die bewusste Entscheidung ging, nicht in alten Mustern stecken zu bleiben. Auch «I Am Sorry» setzt an einem emotionalen Wendepunkt an, allerdings mit einer anderen Perspektive. ZIAN singt nicht aus der Sicht dessen, der verlassen wurde oder etwas verloren hat, sondern aus jener Position, auf die Wünsche, Hoffnungen und Zukunftsvorstellungen projiziert wurden. Genau daraus entsteht die Spannung des Songs: zwischen Schuldgefühl und Befreiung, zwischen Rückblick und dem Entschluss, ein neues Kapitel zu beginnen.

Musikalisch verbindet «I Am Sorry» treibende Basslinien, vielschichtige Klangflächen und Gitarren mit subtilen 90er-Jahre-Einflüssen. Der Song bewegt sich zwischen Melancholie und grossem Stadion-Pop und lässt dabei viel Raum für ZIANs markante Stimme. Verletzliche, fast intime Passagen treffen auf Momente, in denen sich die Produktion weit öffnet und seine ganze Stimmgewalt zum Tragen kommt. Diese Mischung passt hervorragend zu einem Künstler, der seine Musik schon seit Beginn seiner Karriere stark über emotionale Gegensätze definiert. Seine Songs wirken häufig schwer und nachdenklich, verlieren aber selten den Blick auf Hoffnung oder Aufbruch. Genau dieses Spannungsfeld prägt nun auch «I Am Sorry».

ZIAN heisst mit bürgerlichem Namen Tizian Hugenschmidt und wurde am 30. September 1993 geboren. Er wuchs in Basel auf und kam schon früh mit Musik in Berührung. Zunächst war er als Trommler an der Basler Fasnacht aktiv, später brachte er sich Schlagzeug, Klavier und Gitarre selbst bei. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum Glasapparatebauer, bevor die Musik zunehmend zum Mittelpunkt seines Lebens wurde. Trotzdem blieb ZIAN auch nach dem Durchbruch bewusst bodenständig und arbeitete lange weiterhin einen Tag pro Woche in seinem ursprünglichen Beruf. Er erklärte später, dass ihm genau dieser Ausgleich helfe, den Bezug zum normalen Alltag nicht zu verlieren.

Der grosse Durchbruch gelang ihm 2020 praktisch aus dem Stand mit seiner Debütsingle «Show You». Der Song entwickelte sich innerhalb weniger Monate zu einem der auffälligsten Schweizer Pop-Hits dieser Zeit, erreichte Gold- und später Platinstatus und brachte ZIAN erstmals einem grossen Publikum näher. Bereits kurz darauf folgte mit «Grateful» der nächste Radioerfolg. 2022 erschien sein Debütalbum «Burden», das ebenfalls Goldstatus erreichte. Im selben Jahr wurde er bei den Swiss Music Awards unter anderem als «Best Male Act» ausgezeichnet. Mit Songs wie «Old Again», «Life of Lies» und später «For You» baute er seinen Ruf als einer der markantesten Schweizer Pop-Sänger seiner Generation weiter aus.

2024 erschien mit «Silence» sein zweites Album. Darauf entwickelte ZIAN seinen Sound zwischen Piano-Pop, grossen Balladen und moderner Produktion weiter. Auch live etablierte er sich zunehmend: ausverkaufte Clubshows, Festivalauftritte und eine wachsende Fangemeinde machten deutlich, dass seine Musik nicht nur im Radio funktioniert. Besonders seine intensive Stimme und die Fähigkeit, leise Momente innerhalb kurzer Zeit in grosse emotionale Höhepunkte zu verwandeln, wurden zu einem wichtigen Bestandteil seiner Auftritte. Anfang 2026 folgte mit «How To Heal» gemeinsam mit Stress ein weiterer wichtiger Song. Die beiden verbanden darin persönliche Verletzlichkeit mit der Hoffnung, Schmerz nicht einfach zu verdrängen, sondern daraus zu lernen und daran zu wachsen.

Mit «I Am Sorry» beginnt nun die nächste Phase. Der Song wirkt wie ein Befreiungsschlag nach einer Zeit, in der Erwartungen und Zukunftsbilder von aussen immer stärker geworden sind. ZIAN setzt sich darin mit der Frage auseinander, wie viel man von sich selbst aufgeben würde, wenn man dauerhaft versucht, den Vorstellungen anderer zu entsprechen. Statt in Trauer oder Selbstmitleid zu versinken, entscheidet er sich für einen klaren Schritt nach vorne. Gerade deshalb ist «I Am Sorry» keine klassische Entschuldigung. Der Titel klingt vielmehr wie die späte Einsicht, dass man nicht jede Erwartung erfüllen kann – und vielleicht auch gar nicht erfüllen sollte.

«I Am Sorry» steht damit sinnbildlich für einen Künstler, der bereit ist, sich weiterzuentwickeln und neue Seiten von sich zu zeigen. Die Mischung aus Selbstreflexion, emotionaler Offenheit und grossem Pop-Sound macht den Song zu einem starken nächsten Schritt in ZIANs Karriere. Gleichzeitig bleibt er sich in einem entscheidenden Punkt treu: Seine Musik lebt davon, persönliche Erfahrungen so offen zu erzählen, dass daraus etwas entsteht, in dem sich auch andere wiederfinden können.


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