Unscharf in den Schulalltag? Wenn Kinder schlechter sehen als gedacht
Wenn am Montag die Schule wieder beginnt, stehen für viele Kinder neue Rucksäcke, Hefte und Stifte bereit. Doch eine wichtige Voraussetzung für einen guten Start ins neue Schuljahr wird leicht übersehen: gutes Sehen.
Denn längst nicht jedes Kind merkt selbst, dass mit seinen Augen etwas nicht stimmt. Sehprobleme entwickeln sich häufig schleichend und bleiben deshalb lange unbemerkt. Gerade im Schulalltag kann das schnell Folgen haben – etwa wenn die Schrift an der Tafel nur verschwommen erkannt wird, das Lesen anstrengender ist oder ein Kind Mühe hat, dem Unterricht zu folgen.
Hinweise können unter anderem häufiges Blinzeln, Augenreiben, Kopfschmerzen oder das Zusammenkneifen der Augen sein. Was von aussen vielleicht wie Unkonzentriertheit wirkt, kann in Wirklichkeit mit einer unerkannten Fehlsichtigkeit zusammenhängen. Auch beim Sport, beim Spielen oder im Strassenverkehr kann eingeschränktes Sehen eine Rolle spielen.
Immer mehr Kinder sind kurzsichtig
Besonders die Kurzsichtigkeit nimmt bei Kindern weltweit zu. Dabei spielen mehrere Faktoren zusammen. Neben der genetischen Veranlagung beeinflusst auch der moderne Alltag die Entwicklung der Augen.
Kinder verbringen heute viel Zeit mit Smartphones, Tablets, Computern und anderen Tätigkeiten im Nahbereich. Gleichzeitig bleibt häufig weniger Zeit für Bewegung und Aufenthalt im Freien. Gerade Tageslicht und regelmässige Zeit draussen gelten jedoch als wichtig für eine gesunde Entwicklung der Augen.
Als Orientierung werden häufig rund zwei Stunden Aufenthalt im Freien pro Tag empfohlen. Auch regelmässige Pausen von Handy, Tablet und Bildschirm können helfen, die Augen zu entlasten.
Früh erkennen statt später reagieren
Eltern können viel dazu beitragen, Sehprobleme frühzeitig zu erkennen. Regelmässige Sehtests beim Augenarzt oder bei einer Augenoptikerin beziehungsweise einem Augenoptiker können zeigen, ob ein Kind tatsächlich gut sieht oder ob eine Korrektur sinnvoll ist.
Und eine festgestellte Fehlsichtigkeit bedeutet nicht automatisch, dass eine klassische Brille die einzige Möglichkeit ist. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch Kinder bereits Kontaktlinsen tragen. Für kurzsichtige Kinder gibt es zudem spezielle Linsenlösungen, die nicht nur die Sehschärfe korrigieren, sondern auch dazu beitragen können, das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit zu verlangsamen.
Gutes Sehen gehört zum Schulstart dazu
Ein gelungenes neues Schuljahr beginnt deshalb nicht nur mit gespitzten Bleistiften und einem gepackten Schulsack. Auch die Augen verdienen Aufmerksamkeit.
Gutes Sehen ist keine Nebensache – gerade dann nicht, wenn Kinder jeden Tag Neues entdecken, lesen, lernen und erleben sollen.
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Warum Kurzsichtigkeit bei Kindern zunimmt, welche Warnzeichen Eltern ernst nehmen sollten und weshalb gutes Sehen gerade zum Schulstart so wichtig ist, erfahren Sie im Gespräch bei Beitrag von Spitalradio LuZ.
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