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Spitalradio LuZ in der Neuen Luzerner Zeitung vom 5. März 2016

Die Neue Luzerner Zeitung (LZ) berichtete in der Ausgabe vom Samstag, 05. März über unseren Verein. Den abgedruckten Bericht gibt’s hier zum nachlesen:

Er geht im Spital auf Sendung

LUZERN ⋅ Ehrenamtliche Arbeit hinter Mikrofonen – das bieten die Radiomacher im Kantonsspital seit 25 Jahren. Regelmässig findet auch Prominenz ins Studio.

Bericht von Stephan Santschi

Lehrer, Marketingfachleute, Buchbinder, Büroangestellte oder Kommunikationsverantwortliche – der berufliche Hintergrund ist unterschiedlich. Gemeinsam ist ihnen hingegen eine Arbeit im Ehrenamt. Die Rede ist von den aktuell 15 Moderatoren des Spitalradios LuZ. Auf dem internen Kabelnetz produzieren sie pro Monat rund 20 Livesendungen für die Patienten und das Personal des Kantonsspitals in Luzern. Und das seit nunmehr 25 Jahren. Fast seit Anbeginn dabei ist Andreas Balsiger, der Präsident des gleichnamigen Vereins. Der Kommunikationsprofi der Migros und Teilzeitmoderator von Radio Sunshine sagt: «Wir haben Freude am Radiomachen.» Und liefert für Interessierte gleich das Anforderungsprofil nach: «Wir reden gerne, mögen Musik und haben kein Problem damit, eine Sendung während zweier Stunden alleine im Studio durchzuziehen.»

Profis starteten Karriere im Spital
Derzeit sei man etwas knapp bestückt, frisches Blut sei darum herzlich willkommen. Mancher Radioprofi von heute habe die ersten Versuche hinter dem Mikrofon beim Spitalradio LuZ gemacht, wirbt Balsiger und nennt Christina Lang (SRF 1), Marco Thomann (SRF 3) oder Maik Wisler und Thomas Zesiger (beide Radio Pilatus) als Beispiele. «Wer die nötige Leidenschaft mitbringt, lernt bei uns das Handwerk. Hier kann man richtig Gas geben», berichtet der 44-jährige Steinhauser, der bereits als Primarschüler auf einem Radiorecorder Moderationen imitiert hat. Wer allerdings Publicity suche, wer sich nach Feedbacks für seine mediale Arbeit sehne, werde enttäuscht. «Wir erhalten selten Reaktionen. Wir wissen gar nicht, wie viele uns zuhören.»

Viel Musik und drei Moderationen
An der Sendezeit ändert dies nichts, Spitalradio LuZ ist und bleibt rund um die Uhr auf Sendung. Mit der jährlichen Unterstützung des Kantonsspitals und den Mitgliederbeiträgen wird der Betrieb finanziert. Die meiste Zeit sorgt dabei ein Nonstopmusikprogramm mit einer Sammlung von 6000 Titeln für Unterhaltung. Unterbrochen wird es durch verschiedene Livemoderationen, die sich folgendermassen gestalten:

Frappé: Jeweils dienstags und mittwochs von 20 bis 22 Uhr präsentieren die Moderatoren Klatsch und Tratsch, Sportnews, Infos aus aller Welt, Hintergrundberichte und Wettbewerbe.

Musikexpress: Freitags zwischen 19 und 20 Uhr laufen Beiträge zu ausgewählten Interpreten, Stilrichtungen und Epochen der Musikgeschichte über den Äther.

Panorama: Sonntags von 19 bis 21 Uhr kommen die Fans der Volksmusik und des deutschen Schlagers auf ihre Kosten.

Zur Weihnachtszeit stellt man jeweils ein ausserordentliches Festtagsprogramm zusammen. «Während einer Woche sind wir dann täglich von 10 bis 19 Uhr zu hören», erzählt Balsiger. Im Gegensatz zu den gewöhnlichen Moderationen finden diese nicht im Studio des Wohnhauses 2, sondern öffentlich im Restaurant Feingut des Kantonsspitals statt.

Dann sende man ausnahmsweise über das Internet und könne deshalb auch ausserhalb der Spitalgemäuer empfangen werden. Der Besuch von Stars der Unterhaltungsbranche wie Kurt Aeschbacher, Peach Weber, Florian Ast oder Kunz versieht diese Livesendungen immer wieder mit Glamour.

Bald auch in Sursee und Wolhusen?
Geht es nach Balsiger, könnte sich die Reichweite bald vergrössern. «Unsere Infrastruktur muss erneuert werden. Dies möchten wir nutzen, um die Voraussetzungen zu schaffen, damit man uns künftig immer im Internet hören kann.» Dann könnten auch Patienten der Spitäler in Sursee und Wolhusen profitieren. Balsiger rechnet mit Kosten von rund 80 000 Franken. Trotz der Unterstützung des Kantonsspitals könne man diesen Betrag nicht alleine aufbringen «Im April starten wir eine Spendenaktion.» Läuft alles nach Plan, geht Spitalradio LuZ im Herbst mit der neuen Technik auf Sendung.

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Ich hoffe natürlich, dass uns dieser Bericht nicht nur positives Image bringt, sondern auch neue Moderatoren. Jedenfalls kann ich sagen, waren die Reaktionen gestern riesig! Ich wurde von vielen Seiten angesprochen! Ist hoffentlich ein gutes Omen.

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