Sonne auf der Haut – aber bitte mit Schutz
Die Sonne auf der Haut, warme Luft im Gesicht und lange Tage draussen: So fühlt sich Sommer an. Doch während wir die Sonnenstrahlen geniessen, ist unsere Haut einer Belastung ausgesetzt, die wir nicht unmittelbar spüren. UV-Strahlung kann Hautzellen schädigen, die Haut vorzeitig altern lassen und langfristig das Hautkrebsrisiko erhöhen.
Gerade in der Schweiz lohnt es sich deshalb, den UV-Schutz nicht nur am Strand oder in den Ferien ernst zu nehmen. Die UV-Strahlung ist hierzulande zwischen 11 und 15 Uhr besonders intensiv, und mit zunehmender Höhe steigt die Belastung zusätzlich. Der von MeteoSchweiz täglich berechnete UV-Index hilft dabei einzuschätzen, wann besonderer Schutz nötig ist.
Schatten, Kleidung – und die richtige Sonnencreme
Sonnenschutz beginnt nicht erst bei der Sonnencreme. Schatten, Kleidung, Sonnenhut und eine geeignete Sonnenbrille gehören ebenso dazu. Die Krebsliga Schweiz empfiehlt bereits ab einem UV-Index von 3, die Haut aktiv zu schützen. Sonnencreme sollte dabei jene Hautstellen ergänzend schützen, die nicht durch Kleidung bedeckt sind.
Bei der Wahl eines Produkts ist entscheidend, dass es sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen schützt und zum Hauttyp sowie zur geplanten Aktivität passt. Auch die richtige Anwendung spielt eine grosse Rolle: Zu wenig Sonnencreme oder ausgelassene Hautstellen reduzieren den Schutz deutlich.
Sonnenschutz wird auch zur Umweltfrage
Immer häufiger achten Konsumentinnen und Konsumenten nicht nur auf den Lichtschutzfaktor, sondern auch auf Inhaltsstoffe, Verpackung und Umweltverträglichkeit. Nachhaltiger Sonnenschutz kann deshalb unterschiedliche Aspekte umfassen – beispielsweise sparsamere Verpackungen, bewusst ausgewählte Inhaltsstoffe oder Produkte, bei deren Entwicklung Umweltaspekte berücksichtigt werden.
Trotzdem sollte die Schutzwirkung immer an erster Stelle stehen. «Natürlich» oder «nachhaltig» bedeutet nicht automatisch, dass ein Produkt besser vor UV-Strahlung schützt. Entscheidend bleibt ein zuverlässig geprüfter UVA- und UVB-Schutz.
Was hat Bienengift mit Hautpflege zu tun?
Ein eher überraschender Inhaltsstoff, der inzwischen auch in manchen Kosmetikprodukten auftaucht, ist Bienengift. Ihm werden in der Hautpflege verschiedene Eigenschaften zugeschrieben und es wird insbesondere im Bereich von Pflege- und Anti-Aging-Produkten eingesetzt.
Die wissenschaftliche Datenlage zu vielen kosmetischen Versprechen ist allerdings noch begrenzt. Vor allem sollte Bienengift nicht mit einem eigentlichen UV-Filter verwechselt werden: Für einen verlässlichen Sonnenschutz braucht es weiterhin dafür zugelassene und geprüfte UV-Filter. Menschen mit einer bekannten Allergie gegen Bienengift sollten bei entsprechenden Produkten zudem besonders vorsichtig sein.
Die Schweiz und die Sonne
Sonnenschutz ist auch hierzulande ein wichtiges Gesundheitsthema. Das Bundesamt für Gesundheit, die Krebsliga Schweiz, die Suva und die Schweizerische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie engagieren sich gemeinsam dafür, den UV-Schutz in der Bevölkerung zu verbessern und Hautkrebserkrankungen langfristig zu reduzieren.
Besonders wichtig ist der Schutz bereits im Kindesalter. Das BAG weist darauf hin, dass die Kindheit eine sensible Phase ist, weil die aufgenommene UV-Dosis das spätere Hautkrebsrisiko mitbeeinflussen kann und Sonnenschutzgewohnheiten oft schon früh entstehen.
Denn Sonne gehört zum Sommer – Sonnenbrand muss es nicht.
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Welche Sonnencreme passt zu welcher Haut, worauf sollte man bei nachhaltigen Produkten achten und welche Rolle können ungewöhnliche Inhaltsstoffe wie Bienengift in der Hautpflege spielen? Marco Hutschenreuther geht diesen Fragen im Beitrag bei Spitalradio LuZ nach.
Den vollständigen Beitrag können Sie direkt im Anschluss an diesen Artikel nachhören.



