Pull n Way – So Hard

KW 33 | 10. August - 16. August 2026
Foto: Pull n Way (Pressebild 2026)

Nach einer längeren musikalischen Pause ist PULL N WAY zurück – und seit Mai 2026 erscheinen wieder regelmässig neue Songs. Hinter dem Schweizer Electronica- und Cinematic-Pop-Projekt steht heute vor allem Sängerin und Songwriterin Mylène Schuler, die gemeinsam mit Produzent Andy Prinz an einem neuen Kapitel arbeitet. Während die jüngsten Veröffentlichungen vom atmosphärischen Pop bis hin zu deutlich elektronischeren und schnelleren Dance-Tracks reichen, schlägt «So Hard» wieder einen besonders radiotauglichen Weg ein. Der Song verbindet warme Vocals, eine sofort zugängliche Melodie und elektronische Popproduktion mit einer Geschichte über eine vergangene Liebe, die emotional noch längst nicht abgeschlossen ist. PULL N WAY verfügt inzwischen über mehr als elf Millionen Streams und kann auf mehrere erfolgreiche Schweizer Radio- und internationale Streamingtitel zurückblicken.

«So Hard» beschreibt jenen irritierenden Moment, in dem man plötzlich einem Menschen gegenübersteht, der früher einmal zu den wichtigsten Personen im eigenen Leben gehörte. Man kannte einander vielleicht besser als beinahe jeden anderen – und irgendwann steht derselbe Mensch wieder vor einem und fühlt sich dennoch wie ein Fremder an. Genau aus diesem Widerspruch bezieht der Song seine emotionale Spannung. Es geht um Sehnsucht, Erinnerungen und eine Liebe, die einst so intensiv war, dass man dabei beinahe sich selbst verloren hätte. Obwohl die Beziehung längst Vergangenheit ist, verschwinden die damit verbundenen Gefühle nicht automatisch. «So Hard» erzählt deshalb weniger vom klassischen Liebeskummer unmittelbar nach einer Trennung als von jenem unerwarteten Wiedersehen, bei dem vermeintlich überwundene Emotionen plötzlich wieder zurückkehren.

Geschrieben wurde «So Hard» von der britischen Songwriterin Anna Neale. PULL N WAY setzen den Titel bewusst als klassischen Pop- und Radiosong um: Mylène Schulers Stimme steht klar im Mittelpunkt, während die Produktion die Emotionalität unterstützt, ohne sie mit zu vielen elektronischen Elementen zu überladen. Gerade diese Verbindung gehört seit Jahren zum charakteristischen Sound des Projekts. PULL N WAY bewegen sich zwischen melodischem Pop, Electronica, Dance und cineastischen Klangwelten und können je nach Song sehr unterschiedliche Richtungen einschlagen. Die aktuelle Beschreibung des Projekts spricht entsprechend von «cinematic vocal pop built for the dancefloor» – also von atmosphärischem Vocal-Pop, der gleichzeitig für die Tanzfläche gedacht ist.

Die Geschichte von PULL N WAY begann bereits 2016. Mylène Schuler aus Menzingen im Kanton Zug arbeitete damals an eigener Musik und suchte nach einer passenden zweiten Stimme. Über Instagram entdeckte sie die Luzerner Sängerin Jana Decorvet aus Oberkirch. Die beiden trafen sich, stellten schnell fest, dass ihre Stimmen gut harmonierten, und gründeten gemeinsam PULL N WAY. Noch 2016 erschien mit «Let You Go» eine der ersten Singles. 2018 erhielten die beiden jungen Sängerinnen einen Plattenvertrag bei MUVE Recordings beziehungsweise Musikvertrieb Zürich. Für ihre ersten Produktionen reisten sie sogar nach Australien, wo innerhalb weniger Tage zahlreiche Songs aufgenommen wurden. 2019 erschien schliesslich das Debütalbum «Colours».

2020 kam es zu einer entscheidenden Veränderung. Jana Decorvet verliess das Projekt, während Mylène Schuler den Namen PULL N WAY beibehielt und fortan alleine weitermachte. SRF 3 bezeichnete die neue Konstellation damals treffend als «One-Woman-Show». Statt PULL N WAY nach dem Ende des ursprünglichen Duos aufzugeben, entwickelte Schuler das Projekt weiter und öffnete es verstärkt für Kooperationen mit Produzenten und internationalen Dance-Acts. Diese Entscheidung sollte sich auszahlen: In den folgenden Jahren entstanden mehrere Songs mit Millionen von Streams.

Zu den grössten Erfolgen gehört «Anything», das Platz 1 im Airplay von Radio SRF 3 erreichte. Auch als Songwriterin konnte Mylène Schuler auf sich aufmerksam machen: Für «Inside Out» erhielt PULL N WAY einen Songwriter-Preis. Besonders erfolgreich waren später verschiedene elektronische Kooperationen. Gemeinsam mit den Sunlike Brothers entstanden unter anderem «Let Me Fly» mit rund 1,9 Millionen Streams und «One Last Time» mit rund 1,75 Millionen. «Back From Broken» mit Notalike erreichte ebenfalls deutlich mehr als eine Million Streams. Weitere Zusammenarbeiten gab es unter anderem mit York, Nourey, Blaze U, LEROCQUE, Daniel Etienne, Alchimyst und verschiedenen internationalen Songwritern und Produzenten. Schreib- und Studio-Sessions führten Schuler dabei unter anderem nach Sydney, Stockholm, London, Los Angeles, Mexico City und Berlin. Insgesamt verzeichnet das Projekt inzwischen mehr als elf Millionen Streams.

Auch technologisch geht PULL N WAY einen ungewöhnlichen Weg. Seit 2023 gehört Mylène Schulers Stimme zu den angebotenen und laut Projektbiografie besonders gut bewerteten KI-Stimmenmodellen auf der Plattform Voice-Swap. Produzenten können dadurch mit einer lizenzierten digitalen Version ihrer Stimme arbeiten. PULL N WAY verstehen diese Technologie nicht als Ersatz für die Künstlerin, sondern als zusätzliche kreative Möglichkeit innerhalb elektronischer Musikproduktion. In der aktuellen Phase verbindet das Projekt deshalb klassische Elemente wie Gesang und Songwriting mit moderner Produktion und neuen technischen Möglichkeiten.

2026 steht für PULL N WAY nun ganz im Zeichen des Neustarts. Nach fast vier Jahren mit deutlich reduzierter Veröffentlichungstätigkeit begann im Frühsommer eine neue Serie von Songs. Dazu gehören «Inside Out (2026)», das gemeinsam mit dem schweizerisch-amerikanischen Duo Alchimyst entstandene Psy-Trance-Stück «Together With You» sowie «Drifting», «Body Ground» und nun «So Hard». Die Bandbreite ist bewusst gross: Von 140-BPM-Psy-Trance bis zu emotionalem, cineastischem Pop soll PULL N WAY nicht mehr auf einen einzelnen elektronischen Stil festgelegt sein.

«So Hard» nimmt innerhalb dieses Neustarts deshalb eine besondere Stellung ein. Nach mehreren Produktionen, bei denen die elektronische Energie stark im Vordergrund stand, rückt hier wieder stärker die Stimme und die klassische Popmelodie ins Zentrum. Gleichzeitig passt die Geschichte des Songs gut zu PULL N WAY: Es geht um Vergangenheit und Gegenwart, um etwas, das einmal sehr wichtig war, dann verschwunden schien und plötzlich wieder Gefühle auslöst. In gewisser Weise lässt sich darin sogar eine Parallele zur Geschichte des Projekts erkennen. Auch PULL N WAY waren einige Jahre deutlich ruhiger geworden – und melden sich nun mit neuer musikalischer Ausrichtung, neuen Partnern und viel neuer Musik zurück.


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