Port Polar – Schliichweg

KW 35 | 25. August - 31. August 2025
Foto: Port Polar (mx3.ch)

Zwischen Aufbruch und Aufprall liegt oft nur ein Schritt. Mit ihrer neuen Single «Schliichweg» veröffentlichen Port Polar einen Song, der genau diesen Moment einfängt – jenen Augenblick, in dem es keine Abkürzungen mehr gibt: «es git e kein usweg ussert de mitenand, fahremer zeme use oder vollgas ad wand». Der Track ist Ausdruck direkter, ehrlicher Hilflosigkeit, in der man nur gemeinsam scheitern oder wachsen kann. Musikalisch verpackt ist das Ganze in Port Polars eigenem, unverwechselbaren 90s-Gitarrensound, roh und zugleich eindringlich.

Das Artwork zur Single stammt aus einem sehr persönlichen Kontext: Sänger und Songwriter Nik Keller hat ein Werk seines verstorbenen Grossvaters, des Winterthurer Künstlers Heinz Keller, gewählt. Das Cover zeigt einen Ausschnitt aus «Escalier d’Aphrodite» von 1995. «Wir haben das Bild ausgewählt, weil es die Message des Songs so wunderbar darstellt», erklärt Nik. «Stell dir vor, du stehst zuunterst an einer Treppe am Meer: Entweder du wählst den steilen, anstrengenden Aufstieg oder du lässt dich von den Fluten mitreissen.»

Port Polar – das sind Nik Keller, Yves Gerber und Sam Altmann. Das Trio vereint Melodien, die mühelos zwischen Alltäglichem und Tiefgründigem wandern. Mit ehrlichen, nahbaren Texten gelingt es ihnen, komplexe Gedanken in eingängige Songs zu verwandeln. Ihre Musik ist dabei nicht nur eine Hommage an das Schweizer Lebensgefühl, sondern auch an den Mut, sich mit offenen Augen durchs Leben zu bewegen – verpackt in lebendige Popklänge, angereichert mit einer Prise Humor.

Die Band hat sich bereits mit mehreren EPs einen Namen gemacht: Nach «High» (2022) und «Popsongs» (2023) folgten «ich denk churz luut» (2024) und «ich fiir churz wiehnachte» (2024). Mit «Schliichweg» setzen Port Polar diesen Weg konsequent fort: intimer, persönlicher und ehrlicher als zuvor. Ob im Studio mit detailverliebten Arrangements oder live mit ansteckender Energie – Port Polar überzeugen durch Vielseitigkeit, musikalisches Können und die Fähigkeit, ihre Zuhörer tief zu berühren. Mit «Schliichweg» beweisen sie erneut, dass sie längst mehr sind als ein Geheimtipp: eine Band, die Geschichten erzählt, die bleiben.


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