Es gibt Musikrichtungen, die sich leicht mit anderen Stilen vermischen lassen – und es gibt den Blues, stolz, eigensinnig und manchmal fast eifersüchtig. Genau diesem Gefühl widmet Pat Laemmle seine neue Single «Jealous Lover». Schon die Zeile «Es gibt hier keinen Raum für zwei. Jemand muss raus hier.» bringt die Haltung des Songs auf den Punkt. Getragen von einem druckvollen Bläsersatz und einer energiegeladenen Live-Ästhetik entfaltet sich ein Stück Musik, das zeigt, wie dominant der Blues sein kann – ein Klang, der Besitz ergreift und einen ein Leben lang nicht mehr loslässt.
Pat Laemmle gehört seit vielen Jahren zur aktiven Schweizer Blues-Szene. Bekannt wurde er als Sänger und Gitarrist seiner Band The Blueschargers, mit der er mehrere Alben veröffentlichte und auf zahlreichen Schweizer Bühnen zu Gast war. Laemmle ist tief im traditionellen Chicago-Blues verwurzelt, lässt aber auch Soul-, Funk- und Rockeinflüsse in sein Spiel einfliessen. Sein musikalischer Weg führte ihn im Laufe der Jahre durch Clubs, Festivals und Studio-Produktionen – stets getragen vom Anspruch, Blues nicht nur zu spielen, sondern zu leben.
«Jealous Lover» ist einer der zwölf Tracks seines ersten Soloalbums «Born With The Blues». Der Albumtitel ist bewusst gewählt: Pat beschreibt im Booklet, dass es Menschen gebe, denen der Blues «in die Seele geschrieben» sei – und dass er selbst zu diesen Menschen gehört. Für die Produktion arbeitete er im Soundart-Studio von Marco Jencarelli, dem renommierten Schweizer Produzenten und Gitarristen, der unter anderem lange mit Philipp Fankhauser zusammenarbeitete. Dort erschloss Pat die ganze Bandbreite des klassischen Chicago-Blues: von erdigen Grooves über melancholische Balladen bis zu funkigen Arrangements.
Unterstützt wurde er von Spitzenmusikern wie Richard Spooner und Andy Tolmann, beide feste Grössen in der Schweizer Blues-Landschaft und ebenfalls langjährig in Philipp Fankhausers Band aktiv. Ihre Erfahrung und ihr Gespür für den traditionellen Sound verleihen dem Album zusätzliche Tiefe und Authentizität.
«Jealous Lover» selbst verbindet das Beste aus Laemmles musikalischer Handschrift: kraftvolle Bläser, eine markante Stimme, eine klare Blues-Struktur und die erzählerische Komponente, ohne die der Blues nicht denkbar wäre. Jeder Song des Albums trägt eine Geschichte in sich – gewachsen, gereift und weit entfernt davon, «einfach so» geschrieben worden zu sein. Denn Blues ist kein Schnellprodukt. Er entsteht aus Lebenserfahrung, Hingabe und dem Mut, Gefühle offen zu legen.
Mit «Born With The Blues» und der Single «Jealous Lover» zeigt Pat Laemmle, wie zeitlos, vielschichtig und lebendig Blues heute klingen kann – und dass dieses Genre nicht nostalgisch, sondern hochaktuell ist, wenn man es mit Leidenschaft und Authentizität interpretiert.
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