Nina Valotti – Spinn

KW 39 | 21. September - 27. September 2026
Foto: Nina Valotti (mx3.ch Pressebild)

Mit «Spinn» veröffentlicht Nina Valotti einen Song über den Mut, den eigenen Ideen zu vertrauen, grosse Träume zuzulassen und den eigenen Weg nicht ständig rechtfertigen zu müssen. Die Zürcher Musikerin macht darin genau jenes Anderssein zur Stärke, das viele Menschen zunächst eher als Unsicherheit erleben. Persönlich, direkt und mit einer guten Portion Selbstbewusstsein erzählt sie davon, nicht in vorgefertigte Muster passen zu wollen und sich trotzdem nicht kleiner zu machen. «Spinn» ist dabei kein naiver Aufruf, einfach alles hinter sich zu lassen, sondern vielmehr eine Ermutigung, die eigenen Gedanken und Wünsche ernst zu nehmen. Ein bisschen zu spinnen kann manchmal genau richtig sein, wenn daraus der Mut entsteht, etwas Neues auszuprobieren. Produziert wurde der Song von Luca Burkhalter, mit dem Nina Valotti auch an ihrer neuen EP gearbeitet hat.

Nina Valotti gehört zu den auffälligsten neuen Stimmen der Schweizer Mundart-Szene. Die Zürcherin schreibt Popmusik für Menschen, die noch nicht genau wissen, wo sie einmal ankommen möchten, aber immer besser darin werden, ihren eigenen Weg zu gehen. Ihre Texte handeln von Veränderung, Überforderung, Beziehungen, Selbstzweifeln und der Frage, wie viel Anpassung eigentlich nötig ist. Dabei klingt ihre Musik nie belehrend. Valotti schreibt aus einer persönlichen Perspektive und lässt bewusst Raum für Widersprüche. 2025 wurde sie von Radio SRF 3 zum «Best Talent» des Monats Juli gewählt. Im März 2026 folgte dann der bislang grösste Erfolg ihrer jungen Karriere: Bei den Swiss Music Awards im Zürcher Hallenstadion gewann sie den Preis «SRF 3 Best Talent» und erhielt zusätzlich 10’000 Franken Fördergeld. Das Publikum entschied die Auszeichnung per Online-Voting.

Bereits 2025 hatte Nina Valotti mit ihrem Debütalbum «Fang nomal a» ein erstes grösseres musikalisches Ausrufezeichen gesetzt. Im gleichen Jahr spielte sie rund 40 Konzerte in der ganzen Schweiz und baute sich damit Schritt für Schritt ein Live-Publikum auf. Besonders auffällig ist dabei ihre konsequente Solo-Umsetzung: Valotti steht alleine auf der Bühne und baut ihre Songs mit E-Gitarre, Synthesizer, Samples und Loops selbst auf. Das Solo-Sein ist damit nicht einfach eine pragmatische Lösung, sondern ein zentraler Teil ihrer künstlerischen Identität. Die Nähe zum Publikum und die unmittelbare Kontrolle über den eigenen Sound gehören zu ihrem Live-Konzept. Genau diese Unabhängigkeit passt auch inhaltlich zu «Spinn»: selbst entscheiden, selbst gestalten und nicht darauf warten, dass jemand anderes vorgibt, wie der nächste Schritt auszusehen hat. SRF beschrieb sie bereits 2025 als eine Musikerin, die schweizerdeutsche Musik liebt und gleichzeitig findet, dass es noch immer zu wenige Mundart-Künstlerinnen gibt.

Im Herbst 2026 erscheint mit «Nüt isch für immer (au wänn i das wett)» ihre neue EP. Der Titel fasst einen Widerspruch zusammen, der sich durch viele ihrer aktuellen Songs zieht: Dinge festhalten zu wollen und gleichzeitig zu merken, dass sich das Leben ohnehin ständig verändert. Die neuen Stücke beschäftigen sich mit Entscheidungen und ihren Folgen, mit Momenten, in denen alles zu viel wird, mit dem Gefühl des Dazwischenseins und mit der Frage, was passiert, wenn man aufhört, sich an fremde Erwartungen anzupassen. «Spinn» fügt sich genau in diese Gedankenwelt ein. Der Song erzählt davon, dass Veränderung nicht immer geplant sein muss und dass es manchmal wichtiger ist, loszugehen, als bereits zu wissen, wo man landen wird.

Gerade darin liegt die Stärke von Nina Valottis aktuellem Sound. Sie verbindet Mundart-Pop mit persönlichem Songwriting und einem selbstbewussten DIY-Ansatz, ohne so zu tun, als seien damit alle Zweifel verschwunden. «Spinn» feiert deshalb nicht die perfekte Selbstfindung, sondern vielmehr den Mut, sich überhaupt auf die Suche zu machen. Nach dem Debütalbum, zahlreichen Konzerten und der Auszeichnung als «SRF 3 Best Talent» 2026 zeigt Nina Valotti mit dem neuen Song eine Künstlerin, die immer klarer weiss, wie sie klingen und worüber sie erzählen möchte. Vielleicht muss man tatsächlich nicht immer alles durchdenken und erklären. Manchmal reicht es, den eigenen Ideen zu vertrauen, ein bisschen zu spinnen und einfach loszugehen.


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