Glitzer, Neonlicht, ein voller Dancefloor und mittendrin eine Person, die alle Blicke auf sich zieht und trotzdem unerreichbar wirkt: Mit «Lonely Heart» liefert Nickless den Soundtrack zu genau diesem Moment. Der Song verbindet schimmernden 80er-Pop mit modernem Synth-Sound, tanzbarer Energie und überraschend viel emotionaler Tiefe. Was zuerst nach Nachtleben, Glamour und Leichtigkeit klingt, erzählt bei genauerem Hinhören von Schutzmauern, Sehnsucht und dem Wunsch, wirklich gesehen zu werden.
Nickless, mit bürgerlichem Namen Nicola Kneringer, wurde am 5. Oktober 1995 in Zürich geboren und wuchs in Uetikon am See auf. Schon früh war klar, dass Musik für ihn mehr ist als ein Hobby. Mit sieben Jahren begann er Schlagzeug zu spielen, mit acht stand er am Züri Fäscht erstmals auf einer Bühne. Später lernte er auch Gitarre und Klavier, schrieb eigene Songs und entwickelte Schritt für Schritt seine Identität als singender Drummer. Genau diese Kombination macht ihn bis heute zu einer besonderen Erscheinung in der Schweizer Poplandschaft.
Der Durchbruch gelang Nickless 2015 mit der Single «Waiting». Der Song wurde ein grosser Radiohit und brachte ihm bei den Swiss Music Awards 2016 die Auszeichnung «Best Hit National» ein. Es folgten Alben, Tourneen, Festivalauftritte und zahlreiche Live-Erfahrungen. Nach einer kreativen Phase der Neuorientierung meldete sich Nickless mit frischem Sound zurück, unterschrieb bei Universal Music Switzerland und sorgte mit Songs wie «Walking Down The Line» und besonders «Don’t Stop The Car» erneut für Aufmerksamkeit.
Ein viraler Moment machte «Don’t Stop The Car» später auch international sichtbarer. Ein Live-Clip des Songs verbreitete sich stark über Social Media und brachte Nickless in internationale Playlists. Noch spektakulärer wurde es, als er für einen Videodreh Schlagzeug auf dem Dach eines fahrenden Heissluftballons spielte – in rund 120 Metern Höhe und ohne optische Tricks. Damit festigte er seinen Ruf als kreativer Musiker, der nicht nur Songs schreibt, sondern sie auch mit aussergewöhnlichen Bildern und Performances verbindet.
Mit «Lonely Heart» führt Nickless diesen Weg weiter. Der Song spielt gekonnt mit Kontrasten. Zwischen Ironie und echtem Gefühl erzählt er von Fassaden, die Menschen aufbauen, um sich zu schützen. Was auf den ersten Blick kühl oder unnahbar wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinhören als etwas sehr Menschliches: ein Herz, das sich zwar versteckt, aber trotzdem gesehen werden will. Genau aus diesem Spannungsfeld entsteht die besondere Wirkung des Titels.
Musikalisch verbindet Nickless seinen charakteristischen Synth-Pop-Sound mit einem Augenzwinkern und emotionaler Ehrlichkeit. «Lonely Heart» gehört genauso auf die Tanzfläche wie in eine Late-Night-Playlist. Die Produktion ist klar, glänzend und rhythmisch präzise, lässt aber genügend Raum für Melancholie. Der Song schiebt nach vorne, ohne die Verletzlichkeit zu verlieren.
«Lonely Heart» ist ein weiterer Vorbote des kommenden Albums «Cars And Things That Go», das am 22. Mai 2026 über Universal Music Switzerland erscheint. Das Album beschreibt keinen klassischen Neuanfang und auch keinen reinen Rückblick, sondern ein bewusstes Weiterfahren. Es geht um Bewegung, Zweifel, Loslassen und die stille Kraft, sich selbst treu zu bleiben. Der Titel steht für den Blick nach draussen, während das Leben an einem vorbeizieht – Menschen kommen und gehen, Pläne verändern sich, alles bleibt in Bewegung, und doch fühlt es sich innerlich manchmal nach Stillstand an.
Bereits mit «As I Am» öffnete Nickless im Februar 2026 das erste Kapitel dieses Albums. Der Song stellte die Frage, ob es reicht, einfach man selbst zu sein. «Lonely Heart» ergänzt diese emotionale Linie nun um mehr Glanz, mehr Tempo und eine stärkere 80er-Atmosphäre. Beide Songs zeigen einen Künstler, der weniger Erwartungen erfüllen und mehr fühlen will. Weniger funktionieren, mehr Echtheit.
Mit «Cars And Things That Go» und Songs wie «Lonely Heart» zeigt Nickless, dass moderner Schweizer Pop international klingen kann, ohne seine persönliche Handschrift zu verlieren. Seine Musik trägt grosse Melodien, klare Beats, markantes Drumming und eine warme Melancholie in sich. Sie ist tanzbar, aber nicht oberflächlich; zugänglich, aber nicht beliebig. Genau darin liegt die Stärke von Nickless: Er verbindet Bewegung mit Gefühl – und macht daraus einen Soundtrack für alle, die unterwegs sind und sich selbst dabei nicht verlieren wollen.
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