Monney’s – Imachglas

KW 39 | 21. September - 27. September 2026
Foto: Monney's (Cover 2026)

Mit «Imachglas» veröffentlichen Monney’s ihre zweite eigene Single und führen damit den Weg weiter, den die beiden Schwestern Natascha und Maruschka Monney mit ihrem neuen Mundart-Projekt eingeschlagen haben. Nach der Debütsingle «Glücklech si» zeigen sie sich diesmal besonders verspielt und augenzwinkernd. Die Idee hinter dem Song ist ebenso einfach wie charmant: Warum sollte man nicht auch Liebe, Glück und besonders schöne gemeinsame Momente konservieren können – genauso wie Gemüse oder Früchte, die im Sommer eingemacht werden und im Winter noch einmal ein Stück dieser Jahreszeit zurückbringen? «Imachglas» macht aus diesem Gedanken eine kleine musikalische Liebeserklärung an all jene Augenblicke, von denen man gerne etwas aufbewahren würde, um später davon zehren zu können.

Musikalisch bleibt das Duo seiner neuen Linie treu und verbindet Mundart mit Folk-Pop, Americana und seinen tiefen Wurzeln in der Schweizer Volksmusik. Akustische Instrumente, leichte Rhythmen und die eng miteinander verwobenen Stimmen der beiden Schwestern geben «Imachglas» einen warmen und natürlichen Charakter. Besonders originell ist der Einsatz von Einmachgläsern als Percussion-Instrumente, wodurch die Grundidee des Songs sogar direkt in die Produktion einfliesst. Der Titel klingt dadurch leicht, humorvoll und beschwingt, ohne dass die Botschaft oberflächlich wird. Denn hinter dem spielerischen Bild steckt ein Gedanke, der gerade im hektischen Alltag schnell verloren gehen kann: Schöne Momente sollten bewusst wahrgenommen werden, bevor sie vorbeiziehen.

Natascha und Maruschka Monney stammen aus St. Antoni im Freiburger Sensebezirk und sind schon seit ihrer Kindheit musikalisch eng miteinander verbunden. Ihre Mutter brachte ihnen früh das Singen und die Volksmusik näher, und insbesondere das Jodeln wurde zu einem wichtigen Bestandteil ihres Lebens. Natascha begann bereits im Alter von etwa sieben Jahren intensiv zu jodeln, während Maruschka praktisch von klein auf bei Proben und Auftritten dabei war. Die beiden wuchsen in einem musikalischen Elternhaus auf, begleiteten sich später selbst auf Schwyzerörgeli, Gitarre, Ukulele oder Klavier und entwickelten dabei eine Offenheit, die weit über klassische Volksmusik hinausgeht. Pop, Rock, Country und internationale Folklore gehörten ebenso zu ihren musikalischen Einflüssen.

In der Jodel- und Volksmusikszene sind die beiden längst keine Unbekannten. Bereits vor mehr als zehn Jahren gewannen sie den kleinen Prix Walo und wurden später auch für den grossen Prix Walo nominiert. 2019 veröffentlichten sie gemeinsam mit Alphornspieler Pascal Barmettler das Album «Musik verbindet». Hinzu kamen zahlreiche Auftritte bei «Potzmusig», beim «Donnschtig-Jass» sowie in der SRF-Dokumentation «Typisch Volksmusik?». Ihre Musik führte sie zudem weit über die Schweiz hinaus, unter anderem zu Auftritten nach Russland, China und Südkorea. 2026 waren sie ausserdem für die SRF-Produktion «Stubete around the World» in New York unterwegs, wo sie in Harlem und Brooklyn auf Gospelsängerinnen und Gospelsänger trafen und Gemeinsamkeiten zwischen Gospel und Jodel erkundeten.

Einem noch grösseren Publikum wurden Natascha und Maruschka Monney in den vergangenen Jahren durch ihre Zusammenarbeit mit Trauffer bekannt. Seit 2024 gehören sie zu seinen Background-Sängerinnen und standen mit ihm bereits auf grossen Bühnen wie dem Hallenstadion Zürich. Parallel dazu entstand der Wunsch, mit eigenen Mundartsongs stärker ins Rampenlicht zu treten. Unter dem Namen Monney’s verbinden sie nun ihre traditionellen Wurzeln mit Folk, Americana und modernem Pop. Die Premiere des neuen Projekts fand im Juni 2026 am Schmittner Openair statt. Gesungen wird bewusst in ihrem regionalen «Seislertütsch», womit die beiden auch sprachlich eng mit ihrer Heimat verbunden bleiben.

Auch ausserhalb der Musik haben die Schwestern eigenständige berufliche Wege eingeschlagen. Natascha ist ausgebildete Primarlehrerin und unterrichtet, Maruschka absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin, holte später die Matur nach und arbeitet heute als Logopädin. Beide haben ihre beruflichen Pensen reduziert, um mehr Zeit für die Musik zu haben. Gleichzeitig engagieren sie sich weiterhin in der Jodelszene, leiten Chöre, geben Kurse und bleiben ihrer Heimat im Sensebezirk eng verbunden. Trotz grosser Bühnen und internationaler Reisen leben beide nur wenige Minuten von ihrem Elternhaus entfernt.

Mit «Imachglas» zeigen Monney’s nun eine weitere Facette ihres neuen musikalischen Kapitels. Der Song verbindet ihre vertrauten harmonischen Stimmen mit einer leichteren, modernen Produktion und einer Idee, die unmittelbar verständlich ist. Liebe und Glück lassen sich zwar nicht tatsächlich konservieren, doch Erinnerungen können genau diese Funktion übernehmen. «Imachglas» lädt deshalb dazu ein, jene Momente bewusster zu geniessen, von denen man sich später wünschen wird, man hätte ein kleines Stück davon für schwieriger werdende Tage aufbewahrt. Genau darin liegt der Charme des Songs: Er ist humorvoll und verspielt, gleichzeitig aber warmherzig und sehr nah am Leben.


Hier finden sie weitere CH-Hits-Vorstellungen unserer Musikredaktion aus den vergangenen Wochen: CH-Hits der Woche (Übersicht)

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