Die Schweizer Single Hitparade erlebt in dieser Vorweihnachtszeit einen historischen Moment: «Last Christmas» von Wham steht erstmals in seiner Geschichte auf Platz 1 der offiziellen Charts. Nach insgesamt 131 Wochen in der Hitparade gelingt dem Klassiker aus dem Jahr 1984 damit der lang ersehnte Sprung an die Spitze – ein Platz, der in den vergangenen Jahren fast schon traditionell von Mariah Carey besetzt war. «All I Want For Christmas Is You» rutscht in dieser Woche auf Rang 2.
Für Andi Balsiger, Musikchef von Spitalradio LuZ, ist dieser Chartwechsel mehr als nur eine Randnotiz: «Dass ‹Last Christmas› nach all den Jahren erstmals ganz oben steht, zeigt, wie lebendig Musikgeschichte sein kann. Solche Momente passieren nicht oft – und schon gar nicht mit einem über 40 Jahre alten Song.» Gerade in der Weihnachtszeit würden Emotionen, Erinnerungen und Hörgewohnheiten besonders stark zusammenspielen.
Auch musikalisch sei dieser Wechsel spannend, betont Balsiger: «Mariah Carey war über Jahre fast unschlagbar. Dass Wham sie nun überholt, ist eine kleine Sensation und zeigt, dass Klassiker nie ausgehört sind.» Für viele Hörerinnen und Hörer sei «Last Christmas» eng mit persönlichen Erinnerungen verbunden – ein Faktor, der gerade in herausfordernden Zeiten eine grosse Rolle spiele.
Hinter den beiden Spitzenreitern bleiben die weiteren Plätze nahezu unverändert, zeigen aber eine spannende Mischung aus Pop-Gegenwart und Weihnachtsklassikern. Auf Rang 3 hält sich Taylor Swift mit «The Fate Of Ophelia», gefolgt von «Rockin’ Around The Christmas Tree» von Brenda Lee auf Platz 4. Rang 5 belegt Sia mit ihrem modernen Weihnachtsklassiker «Snowman».
Andi Balsiger fasst den Chartmoment treffend zusammen: «Diese Hitparade ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Musik Generationen verbindet. Ob Wham, Mariah Carey oder Taylor Swift – am Ende gewinnen die Songs, die uns ein gutes Gefühl geben.»




