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Mit «2004» veröffentlicht Dom Sweden einen Mundart-Pop-Song, der sich wie ein Blick in ein altes Fotoalbum anfühlt. Der Titel erzählt von langen Sommernächten, von Freiheit, Leichtigkeit und jenem Dopamin des Augenblicks, das man oft erst dann richtig versteht, wenn es schon wieder vorbei ist. «2004» steht dabei nicht zwingend für ein konkretes Jahr, sondern vielmehr für ein Gefühl: für die «guten alten Zeiten», in denen das Leben unbeschwerter, die Nächte länger und die Sorgen kleiner schienen.
Dom Sweden, mit bürgerlichem Namen Dominic Wetzel, stammt aus dem Zürcher Oberland. Musikalisch machte er erstmals 2020 mit seiner Single «Nora» auf sich aufmerksam. Daraus entwickelte sich eine Zusammenarbeit mit dem Schweizer Sänger Baschi und dessen Produzenten Phil Merk, mit denen Dom Sweden an seinem ersten kleinen «H»Album arbeitete. Seither hat er sich mit seiner Mischung aus Mundart, Pop, sphärischen Sounds und melancholischer Eingängigkeit Schritt für Schritt in der Schweizer Musikszene etabliert.
Nach seiner ersten EP «Träum Mal Drüber Nah», die im Herbst 2023 erschien, folgte im Februar 2025 die zweite EP «Zwüsched Herz und Verstand». Mit Songs wie «1000 Kilometer», «Hawaii», «OMG», «Stärne» oder «Untergang» zeigte Dom Sweden, dass er persönliche Themen mit radiotauglichen Melodien verbinden kann. Seine Musik klingt oft leicht zugänglich, trägt aber darunter eine nachdenkliche Ebene, die hängen bleibt. Genau diese Mischung macht ihn zu einer der spannenden Stimmen im aktuellen Schweizer Mundart-Pop.
In «2004» richtet Dom Sweden den Blick auf die Vergänglichkeit jener Momente, die sich erst im Rückblick gross anfühlen. Die Zeile «wieso chan nüt für immer sii» bringt dieses Gefühl auf den Punkt: die Sehnsucht danach, einen Augenblick festhalten zu können, obwohl man genau weiss, dass er weiterzieht. Der Song erinnert daran, dass man manchmal schon im Morgen lebt, während das Jetzt leise an einem vorbeizieht.
Gerade deshalb wirkt «2004» nicht nur nostalgisch, sondern auch wie eine kleine Aufforderung. Dom Sweden erzählt davon, den Moment bewusster wahrzunehmen, ihn nicht zu schnell verstreichen zu lassen und die Gegenwart zu geniessen, solange sie da ist. Denn aus genau diesen Augenblicken entstehen später jene Erinnerungen, die man irgendwann «die guten alten Zeiten» nennt.
Auch live lebt Dom Sweden von dieser Nähe zum Publikum. Gemeinsam mit seiner Band verwandelt er seine Songs in energiegeladene Auftritte, bei denen Melancholie und Mitsingmomente eng beieinanderliegen. «2004» passt deshalb gut in sein musikalisches Profil: ein Song mit Sommergefühl, Sehnsucht und einem Refrain, der nicht nur ins Ohr geht, sondern auch ein bisschen im Herzen bleibt.
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