Dana – Darling You’re The Worst

KW 36 | 31. August - 6. September 2026
Foto: Dana (mx3.ch Pressebild)

Liebeserklärungen an andere Menschen fallen oft leichter als jene an sich selbst. Genau dort setzt DANA mit ihrer neuen Single «Darling You’re The Worst» an. Der Song erscheint am 28. August 2026 und ist eine weitere Auskopplung aus ihrem kommenden dritten Studioalbum «Like A Girl», das im Frühling 2027 veröffentlicht werden soll. Die offizielle Plattentaufe ist bereits für den 30. April 2027 in der Mühle Hunziken in Rubigen angekündigt. Inhaltlich richtet DANA den Blick diesmal konsequent nach innen. «Darling You’re The Worst» ist keine klassische Selbstliebe-Hymne, in der plötzlich alles gut und jede Unsicherheit verschwunden ist. Vielmehr beschreibt die Bieler Musikerin auf liebevolle, ironische und stellenweise schonungslos ehrliche Weise all jene Eigenheiten und Widersprüche, mit denen man selbst manchmal am meisten zu kämpfen hat. Der Song handelt davon, sich nicht trotz dieser Seiten anzunehmen, sondern vielleicht gerade wegen ihnen. Musikalisch spiegelt sich diese Zweiteilung ebenfalls wider: Zurückhaltende, leicht düstere Gitarrenklänge mit einer sogenannten Rubber-Bridge-Gitarre prägen die Strophen, bevor sich der Refrain öffnet und daraus warmer, eingängiger Alt-Pop mit deutlich mehr Leichtigkeit und Bewegung entsteht.

Der Text wirkt stellenweise wie eine sehr persönliche Bestandsaufnahme. DANA singt von Kaffee in den Adern, einem Herzen aus Memory Foam und davon, eine Gabel noch immer wie ein Kind zu halten. Gleichzeitig spart sie jene Eigenschaften nicht aus, die weniger charmant erscheinen: die Besserwisserei, Eifersucht oder die Tendenz, gerade dann verletzend zu reagieren, wenn eigentlich Angst dahintersteckt. Genau daraus entsteht die besondere Stärke des Songs. DANA versucht nicht, sich eine perfekte Version ihrer selbst einzureden, sondern akzeptiert, dass Persönlichkeit eben auch aus Ecken, Macken und unangenehmen Seiten besteht. Die Idee dazu entwickelte sich über längere Zeit. DANA begann, kleine und grosse Beobachtungen über sich selbst aufzuschreiben und bewusst so zu betrachten, wie sie dieselben Eigenschaften bei einer guten Freundin wahrnehmen würde. Was bei einem anderen Menschen vielleicht liebenswert, lustig oder einfach menschlich wirkt, wird bei sich selbst oft viel strenger beurteilt. Aus diesen Notizen entstand schliesslich bei einer Writing Session in Berlin gemeinsam mit Teya Špirić und Tom Oehler der fertige Song. «Irgendwann habe ich angefangen, eine Liste zu führen: kleine und grosse Beobachtungen über mich selbst, meine Quirks, im Versuch, sie so zu sehen, wie ich sie bei einer Freundin sehen würde», beschreibt DANA den Ausgangspunkt. Der Schreibprozess sei gleichzeitig herzlich, lustig und durchaus konfrontativ gewesen. Ihr Fazit bringt die Idee des Stücks auf den Punkt: «‹Darling You’re The Worst› ist der Versuch, sich ein bisschen zu mögen, trotz oder eben genau, weil man ist, wie man ist.»

Hinter DANA steht die 1997 geborene Schweizer Sängerin und Songwriterin Dana Burkhard. Sie wuchs in einer musikalischen Familie auf und begann bereits als Kind gemeinsam mit ihrem älteren Bruder Joël zu musizieren, der bis heute als Bassist Teil ihrer Band ist. Mit elf Jahren nahm sie Gesangsunterricht und brachte sich später selbst die ersten Akkorde auf der Gitarre bei. Das Songwriting entwickelte sich für sie früh zu einer Möglichkeit, persönliche Erlebnisse und Gefühle zu verarbeiten. Mit gerade einmal 16 Jahren finanzierte sie ihre erste EP unter anderem mit einem Nebenjob bei Subway und spielte gleichzeitig erste Konzerte im Raum Biel. Nach der Matur am Gymnasium Kirchenfeld in Bern studierte sie Popgesang zunächst in London und später in Zürich. Bevor ihre eigene Karriere richtig Fahrt aufnahm, sammelte sie als Backgroundsängerin Erfahrung und arbeitete unter anderem im Umfeld von Rag’n’Bone Man und Stormzy. 2022 erschien mit «Future Daughters» ihr Debütalbum. Im selben Jahr wurde DANA von SRF 3 als «Best Talent» ausgezeichnet, 2023 gehörte sie zu den drei Nominierten für den entsprechenden Swiss Music Award. In den folgenden Jahren spielte sie auf zahlreichen grossen Schweizer Festivalbühnen und trat unter anderem als Support Act von Jessie J auf. Ihr zweites Album «Teary-Eyed» erschien 2024, gefolgt von ihrer ersten eigenen Headlinetour.

Auch als Songwriterin hat sich DANA längst weit über ihre eigenen Veröffentlichungen hinaus einen Namen gemacht. Zusammenarbeit und Co-Writing sind inzwischen ein wichtiger Teil ihrer musikalischen Arbeit. Neben dem Titelsong zum Schweizer Erfolgsfilm «Platzspitzbaby» war sie an Songs für oder mit Künstlerinnen und Künstlern wie Remo Forrer, Anna Rossinelli, Linda Elys, Luca Hänni, Ritschi, Joya Marleen, Dodo und Teya beteiligt. Ihre eigenen Texte bleiben dabei bewusst persönlich und direkt. Themen wie Verletzlichkeit, schwierige Familiengeschichten, Beziehungen, Ängste, Selbstzweifel und feministische Fragestellungen tauchen immer wieder auf. Das Montreux Jazz Festival beschreibt diese Offenheit als eine Art radikale Ehrlichkeit, die sich wie ein roter Faden durch ihre Musik zieht. Inzwischen hat DANA mehr als 200 Konzerte gespielt und sich mit Auftritten am Gurtenfestival, am Zürich Openair und am Montreux Jazz Festival mehrere ihrer früheren musikalischen Wünsche erfüllt.

Mit «Like A Girl» beginnt nun die nächste Phase ihrer Karriere. Die neuen Songs entstehen weiterhin überwiegend in Zusammenarbeit mit anderen Musikerinnen und Musikern, gleichzeitig scheint DANA ihre persönliche Handschrift noch stärker herauszuarbeiten. «Darling You’re The Worst» ist dafür ein gutes Beispiel: Der Song klingt leicht und eingängig, beschäftigt sich aber mit einer Frage, die vermutlich deutlich schwieriger ist als viele klassische Liebesgeschichten – wie freundlich geht man eigentlich mit sich selbst um? DANA liefert darauf keine einfache Antwort. Sie erlaubt sich stattdessen, widersprüchlich zu sein, sich über die eigenen Macken zu ärgern und sie gleichzeitig nicht länger als Grund zu sehen, sich selbst abzulehnen. Gerade dadurch wird aus «Darling You’re The Worst» am Ende doch eine Liebeserklärung – nur eben eine, die nicht behauptet, dass Liebe Perfektion voraussetzt.


Hier finden sie weitere CH-Hits-Vorstellungen unserer Musikredaktion aus den vergangenen Wochen: CH-Hits der Woche (Übersicht)

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