Beck meldet sich mit der neuen Single «Ride Lonesome» zurück und schlägt damit einen nachdenklichen, atmosphärischen Ton an. Der Song erschien zusammen mit einem offiziellen Musikvideo und markiert seine erste neue Originalveröffentlichung seit 2023. Produziert wurde «Ride Lonesome» von Beck selbst, gemischt hat Nigel Godrich, der seit Jahren zu Becks wichtigsten kreativen Weggefährten zählt.
Klanglich erinnert «Ride Lonesome» an die warmen, melancholischen Klanglandschaften von «Sea Change» aus dem Jahr 2002 und «Morning Phase», das 2015 den Grammy als «Album of the Year» gewann. Von den resonanten Akustikgitarren der ersten Takte bis zum emotionalen Höhepunkt im letzten Refrain wirkt der Song wie eine Rückkehr zu Becks stillerer, verletzlicherer Seite. Gleichzeitig deutet er eine neue Phase an: vertraut in der Stimmung, aber offen für eine andere Richtung im kommenden Jahr.
Parallel zur Single kündigte Beck die «Ride Lonesome Tour» an. Die von Live Nation präsentierte Nordamerika-Tour umfasst 25 Termine und führt ihn in renommierte Theater und Amphitheater. Der Auftakt ist am 16. September 2026 im Queen Elizabeth Theatre in Vancouver geplant, danach folgen unter anderem Auftritte in Los Angeles, Santa Barbara, Denver, San Francisco, Toronto, Brooklyn und Nashville. Der Abschluss der Tour ist für den 31. Oktober 2026 in Nashville vorgesehen. Tickets gehen am Freitag, 24. April 2026, um 10 Uhr Ortszeit in den allgemeinen Verkauf.
Beck wurde am 8. Juli 1970 in Los Angeles, Kalifornien, als Beck David Hansen beziehungsweise Bek David Campbell geboren. Er wuchs in einem künstlerisch geprägten Umfeld auf: Seine Mutter Bibbe Hansen war Schauspielerin und Künstlerin mit Verbindungen zur New Yorker Avantgarde- und Andy-Warhol-Szene, sein Vater David Campbell ist Arrangeur, Komponist und Dirigent. Diese offene, genreübergreifende Prägung spiegelt sich bis heute in Becks Musik wider.
International bekannt wurde Beck Anfang der 1990er-Jahre mit «Loser», einem Song, der Lo-Fi-Ästhetik, Hip-Hop, Folk und Alternative Rock auf eigenwillige Weise verband. Mit Alben wie «Mellow Gold», «Odelay», «Mutations», «Midnite Vultures», «Sea Change», «Guero», «Morning Phase», «Colors» und «Hyperspace» entwickelte er sich zu einem der vielseitigsten Musiker seiner Generation. Seine Karriere ist geprägt von stilistischen Brüchen, ironischen Collagen, akustischer Intimität, funkigen Pop-Experimenten und elektronischen Texturen.
Zu seinen wichtigsten Karrierehöhepunkten zählen acht Grammy Awards. Besonders prägend war der Erfolg von «Morning Phase», das 2015 unter anderem als «Album of the Year» ausgezeichnet wurde. Auch «Colors» wurde 2019 mit Grammys geehrt, darunter in der Kategorie «Best Alternative Music Album». Damit gehört Beck zu den wenigen Künstlern, die kommerzielle Erfolge, Kritikerlob und künstlerische Experimentierfreude über mehrere Jahrzehnte hinweg verbinden konnten.
Mit «Ride Lonesome» knüpft Beck nun an die introspektive Linie seiner Karriere an. Der Song verzichtet auf grelle Effekte und setzt stattdessen auf Raum, Stimme, Gitarren und emotionale Tiefe. Er zeigt einen Künstler, der nach über 30 Jahren im Musikgeschäft weiterhin neue Nuancen in seiner eigenen Handschrift findet. Die kommende Tour dürfte diesen reduzierten, eindringlichen Ansatz auf die Bühne bringen und zugleich Becks breites Repertoire zwischen Alternative, Folk, Soul, Funk und experimentellem Pop neu rahmen.
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