Bastian Baker ganz persönlich bei Spitalradio LuZ

Im «Made in Switzerland» sprach der Lausanner Musiker mit Andi Balsiger über Sport, Familie, Sprache, seine Karriere und bewegende Erlebnisse als UNICEF-Botschafter.
Bild: Bastian Baker (Pressebild)

Bastian Baker sprach bei Spitalradio LuZ über Musik, Eishockey und bewegende Erlebnisse

Bastian Baker war am Freitagabend zu Gast im «Made in Switzerland» bei Spitalradio LuZ. Während einer Stunde stand der erfolgreiche Singer-Songwriter unserem Moderator und Musikchef Andi Balsiger Red und Antwort – und zeigte sich dabei offen, persönlich und vielseitig. Das Gespräch führte von seiner musikalischen Laufbahn über seine Leidenschaft für den Sport bis hin zu eindrücklichen Erfahrungen als UNICEF-Botschafter.

Enttäuschung über die WM, Freude über Fribourg-Gottéron

Ein Thema, das Bastian Baker sichtlich bewegte, war die Eishockey-Weltmeisterschaft. Auch wenn der zweite Platz für die Schweiz sportlich gesehen ein starkes Resultat ist, machte der Lausanner keinen Hehl daraus, dass die Enttäuschung über den verpassten Titel gross war. Für jemanden, der selbst eng mit dem Eishockey verbunden ist, wiegt eine solche Niederlage besonders schwer.

Umso grösser war seine Freude über den Meistertitel von Fribourg-Gottéron. Baker, der früher selbst für Fribourg-Gottéron spielte, feierte den Triumph mit und sprach im Interview spürbar begeistert über diesen besonderen Moment. Der Sport ist für ihn bis heute mehr als nur eine Erinnerung an frühere Zeiten – er bleibt ein wichtiger Teil seiner Geschichte.

Vom Eis auf die Bühne

Bastian Baker, der mit bürgerlichem Namen Bastien Kaltenbacher heisst, wurde am 20. Mai 1991 in Lausanne geboren. Aufgewachsen in einer sportlichen Familie, schien eine Karriere im Eishockey lange nicht ausgeschlossen. Sein Vater war selbst Eishockeyspieler, seine Mutter Lehrerin. Die Unterstützung der Familie spielte auf seinem Weg eine wichtige Rolle – auch dann, als sich der Fokus immer stärker in Richtung Musik verlagerte.

Im Gespräch erzählte Baker, wie seine Familie ihn auf diesem Weg begleitet und unterstützt hat. 2011 gelang ihm mit seiner ersten Single «Lucky» der Durchbruch in der Schweiz. Im selben Jahr erschien sein Debütalbum «Tomorrow May Not Be Better», das bis auf Platz 3 der Schweizer Albumcharts kletterte. Es war der Start einer Karriere, die ihn bald weit über die Landesgrenzen hinausführen sollte.

Warum Bastian Baker lieber auf Englisch singt

Ein spannender Einblick ergab sich auch beim Thema Sprache. Bastian Baker erklärte im Interview, weshalb er seine Songs lieber auf Englisch als auf Französisch singt. Für ihn ist Englisch die Sprache, in der sich seine Musik am natürlichsten anfühlt und in der er seine Emotionen und Geschichten am besten transportieren kann.

Mit Liedern wie «I’d Sing for You», «Everything We Do» oder «Lucky» hat er sich längst als feste Grösse der Schweizer Popmusik etabliert. Seine Songs verbinden eingängige Melodien mit persönlichem Songwriting – eine Mischung, die ihm auch international Türen öffnete. So war Baker unter anderem als Support-Act von Bryan Adams, Shania Twain und Elton John unterwegs.

Eine Reise, die Spuren hinterlassen hat

Besonders eindrücklich wurde das Gespräch, als Bastian Baker von seiner Arbeit als UNICEF-Botschafter erzählte. Eine Reise nach Afghanistan habe ihn stark geprägt. Eine Woche lang war er in einem kriegerischen Land unterwegs – ohne Verbindung zur Aussenwelt. Im Interview sprach er offen darüber, dass dabei auch Angst mitgereist sei.

Diese Erfahrungen hätten ihm gezeigt, wie anders das Leben an vielen Orten der Welt aussieht und wie wichtig es sei, hinzuschauen. Baker nutzte seine Bekanntheit nicht nur für die Musik, sondern auch, um auf schwierige Lebensrealitäten aufmerksam zu machen. Gerade dieser Teil des Gesprächs zeigte eine nachdenkliche und sehr persönliche Seite des Künstlers.

Ein Künstler mit vielen Facetten

Heute gilt Bastian Baker als einer der erfolgreichsten Schweizer Pop-Exporte. Seine Karriere führte ihn auf grosse Bühnen, ins Ausland und auch in Formate abseits der klassischen Musikszene. 2018 nahm er an der französischen Ausgabe von «Danse avec les stars» teil und erreichte damit ein noch breiteres Publikum. Im selben Jahr veröffentlichte er sein viertes, selbstbetiteltes Album «Bastian Baker», das ihm auch in Frankreich und Kanada neue Fans brachte.

Im Gespräch bei Spitalradio LuZ wurde deutlich: Bastian Baker ist weit mehr als ein Musiker mit erfolgreichen Popsongs. Er ist ein Künstler, der seine Wurzeln nicht vergessen hat, dem der Sport noch immer am Herzen liegt und der sich auch mit ernsten Themen auseinandersetzt.

Das ganze Interview als Podcast nachhören

Wer mehr über Bastian Baker, seine Musik, seine Familie, seine Zeit im Eishockey, seine Erfahrungen als UNICEF-Botschafter und seine aktuellen Pläne erfahren möchte, kann das ganze Gespräch im Anschluss an diesen Beitrag als Podcast nachhören.

Im einstündigen Interview mit Andi Balsiger spricht Bastian Baker offen, ehrlich und mit viel Herz über die Stationen seines Lebens – von Fribourg-Gottéron bis auf die internationalen Konzertbühnen.


 

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